Am 11. Juli 2025 war es so weit: Wir mussten unsere Absolvent:innen nach drei Jahren verabschieden. Rund 70 junge Talente aus den Fachbereichen GRAFIK, MODE und GAME, die wir seit ihrem allerersten Tag an der Designschule begleiten durften – und an diesem Freitag ein Stück weit ziehen lassen mussten.
Drei Jahre… Das ist schnell ausgesprochen – aber was wirklich dahinter steckt, wissen wir, die diese jungen Menschen auf ihrem kreativen Weg begleiten durften, nur zu gut. Drei Jahre voller Entwürfe, Prüfungen und Präsentationen. Voller Ideen, Mut, Fragen – und Antworten. Und manchmal auch Zweifel, Durststrecken, schlaflose Nächte.
Zurück zum Anfang
Die Verabschiedung fand bei uns im Audimax statt – einem Raum, der für viele Absolvent:innen eine besondere Bedeutung hat. Denn dort beginnt mit der Willkommensveranstaltung am ersten Tag der Ausbildung alles. Und so erinnerte auch Schulkoordinatorin Frau Lobeck in ihrer Begrüßungsrede daran: „So sind wir wieder hier, wie am Anfang der Ausbildung – im Audimax.“
Ein Satz, der gleich zu Beginn alles in Schwingung versetzte – Erinnerungen, Emotionen, Bilder der ersten Schritte. Wie sie damals noch aufgeregt und voller Fragen auf ihren Plätzen saßen… und jetzt, drei Jahre später, mit Zeugnissen, Träumen und einem Rucksack voller Erfahrungen wieder hier standen.
Musik, Worte, Erinnerungen
Die Veranstaltung wurde von einer feierlich-emotionalen Atmosphäre getragen. Für die musikalische Begleitung sorgten zwei Musiker der Brass-Band „Potzblech“ der ATARAXIA Musikschule.
Die Reden der Fachbereichsleitungen spiegelten das wider, was viele von uns empfanden: Dankbarkeit, Stolz – und ein bisschen Wehmut.
Frau Lobeck sprach für die Schule und für den Fachbereich Mode, Herr Böhme fand wertschätzende und treffende Worte für „seine“ Grafiker:innen. Und Dozent Melwin Noe vom Fachbereich Game brachte es ganz besonders auf den Punkt: „Auch wenn es sich nach Abschluss anfühlt – es ist eigentlich erst der Anfang.“
Ein Satz, der hängen bleibt. Und der genau das ausdrückt, was diesen Moment so besonders macht: Es ist nicht das Ende einer Reise. Es ist der Aufbruch in etwas Neues.
Wenn Freundschaft zu Familie wird
Ein emotionaler Höhepunkt war sicher die Rede der drei Grafik-Absolvent:innen Finya, El und Lotta. Gemeinsam blickten sie auf ihre Zeit an der Schule zurück – mit Witz, Tiefgang und einem Satz, der mitten ins Herz traf:
„Wir haben hier nicht nur Freunde kennengelernt – wir haben Familie dazugewonnen.“
Ein Satz, der wohl nicht nur für sie gilt. Denn wer hier drei Jahre gemeinsam durch dick und dünn geht, gemeinsam durch Projektphasen und Krisen, durch Pitch-Nächte und Abschlussarbeiten – der wächst zusammen.
Auch Paula aus dem Bereich Grafik und Gamer Alex nutzten die Bühne, um in ihren Reden Danke zu sagen – für die Zeit, die Förderung, die Menschen, die sie begleitet haben.
Zwischen Lachen und Lampenfieber
Die Stimmung war eine Mischung aus allem, was dazugehört: Stolz, Freude, Aufregung.
Stolz, weil jede:r Einzelne in diesen drei Jahren Unglaubliches geleistet hat.
Freude, weil dieser Moment verdient gefeiert wird.
Und Aufregung, weil der nächste Schritt nun zum Greifen nah ist.
Einige standen mit klopfendem Herzen auf der Bühne, als sie ihr Zeugnis entgegennahmen – andere ganz ruhig, mit einem Lächeln. Und wer genau hinschaute, entdeckte in so manchem Augenwinkel auch mal ein Tränchen.
Nicht nur bei den Schüler:innen. Auch bei uns – Verwaltung, Dozent:innen, Begleiter:innen. Denn wir haben ihre Entwicklung gesehen: fachlich, aber auch menschlich. Aus jungen Kreativen wurden Persönlichkeiten.
Abschied mit Kuchen, Kameras und ganz viel Gefühl
Nach der offiziellen Zeugnisvergabe wurde angestoßen – mit Saft, Sekt und jeder Menge Kuchen. Der Schulhof wurde zum Treffpunkt für letzte gemeinsame Fotos, Erinnerungen, Umarmungen.
Es wurde gelacht, geweint, gefeiert. Kein „Tschüss“, hoffentlich eher ein: „Bis bald“.
Einige starten bald in ein aufbauendes Studium, andere gehen erst reisen, wieder andere starten direkt in den Job. Und alle bringen etwas mit, das ihnen niemand mehr nehmen kann: die Erfahrungen, die sie bei uns gemacht haben – und das Selbstvertrauen, das daraus gewachsen ist.
Was bleibt
Wir – die Designschule Schwerin – sind unglaublich stolz auf unsere Absolvent:innen.
Diese drei Jahre waren intensiv – auch für uns. Wir haben gesehen, wie Freundschaften entstanden, wie Menschen über sich hinausgewachsen sind, wie Ideen zu echten Projekten wurden.
Und wir hoffen, dass ihr, liebe Absolvent:innen uns ab und zu mal schreibt. Oder vorbeischaut. Vielleicht bei einem Infotag, einem Event, oder einfach auf einen Kaffee. Denn wir vergessen euch nicht – und wir freuen uns, wenn wir hören, was aus euch geworden ist.
Wir wünschen euch alles Gute für euren Weg.
Geht los, bleibt euch treu und verteilt ganz viel eurer Kreativität in der Welt.
And stay creative! 🧡





